Das Angebot im Kick-Projekt
Sport und Bewegung spielen in der offenen Jugendarbeit eine zunehmend große Rolle und werden verstärkt nachgefragt. Für nicht wenige Freie Träger der Jugendhilfe sind sportliche Veranstaltungen wichtiger Bestandteil ihrer Arbeit und häufig sogar die „Jahreshöhepunkte“. Die zentrale Frage in diesem Zusammenhang ist, inwieweit Jugendeinrichtungen die pädagogischen Aspekte des Sports nutzen können, um eine Ergänzung zum Schul- und Vereinssport darzustellen.
Ausgehend von dem hohen Niveau der Jugendkriminalität in Brandenburg will das Projekt „KICK – Brandenburg“ präventiv mit offenen Sportangeboten und sozialpädagogischen Methoden dem Abgleiten von Kinder und Jugendlichen in die Kriminalität entgegenwirken.
Das Kick-Projekt versteht sich als ein soziales Projekt, welches sich auf der Grundlage der Freiwilligkeit, die Aufgabe stellt, straffällig gewordenen Jugendlichen eine Möglichkeit der pädagogischen Betreuung zu bieten. Ziel des Projektes ist es, delinquente Kinder und Jugendliche aus ihrem negativ prägenden Umfeld herauszulösen und in bestehende Freizeitangebote bzw. Sportvereine zu integrieren, um ihnen so eine sinnvolle Freizeitgestaltung zu ermöglichen. Delinquente Kinder und Jugendliche sollten die Möglichkeit erhalten, von der Gesellschaft wieder aufgenommen zu werden. Wichtig zu beachten ist hierbei, dass sie nicht zu Außenseitern werden.
Bisherige Untersuchungen haben gezeigt, dass sich besonders Kinder und Jugendliche mit Problemen sehr gut mit und durch den Sport integrieren lassen. Dieser bietet sich an, den Jugendlichen eine sinnvolle Freizeitgestaltung zu ermöglichen, aber auch ihr Sozialverhalten zu verändern.„KICK – Brandenburg“ ist aber nicht ausschließlich auf delinquente Jugendliche beschränkt, sondern steht allen Interessenten mit dem Ziel offen, soziale Integration zu erleichtern. Darüber hinaus, soll das Vermitteln von Lebenskompetenzen helfen, individuelle Problemsituationen norm- und wertgerecht zu bewältigen.
Das Projekt ist so angelegt, dass es nicht für sich steht, sondern bestrebt ist, ein wichtiges Element eines sozialen Netzwerkes in der Region zu werden. Durch die Vernetzung mit vor Ort bestehenden Einrichtungen und Trägern wird das Kick-Projekt zu einem offenen Angebot, das weit über den Sport in der Region hinaus reicht. Innovativ ist die engen Zusammenarbeit mit Polizei, wodurch delinquente Kinder und Jugendliche schon frühzeitig freiwillig an das „KICK – Projekt“ herangeführt werden können. Dem pädagogische Mitarbeiter des „KICK – Projektes“ obliegt dann die BERATUNG, BETREUUNG und VERMITTLUNG der Jugendlichen sowie die VERNETZUNG des „KICK – Projektes“ mit anderen Einrichtungen und Trägern der Jugendhilfe.
Die methodische Erweiterung der Umsetzung des Konzepts durch aufsuchende Jugendarbeit ist eine sinnvolle und bedarfsgerechte Ergänzung des Projekts „Kick-Brandenburg“ und wird und soll deshalb auf alle Standorte ausgeweitet werden.
Die Kooperation mit Polizei und Jugendgerichtshilfe soll weiter intensiviert werden. In der Umsetzung dieser Kooperation kommt es jedoch nach wie vor darauf an, eine klare Trennung von polizeilicher Arbeit und Jugendarbeit deutlich zu machen. Der Projekt-Mitarbeiter soll von Zielgruppen und Kooperationspartnern/innen nicht als „Ordnungspolizei“ oder „verlängerter Arm der Polizei“ verstanden werden.
Der Streetworker steht als Ansprechpartner für die Jugendlichen in verschiedenen Bereichen zur Verfügung (je nach fachlicher Kompetenz). Eine Vermittlung an andere Institutionen und Beratungsstellen wird je nach Problemkonstellation weiterhin sinnvoll sein. Der Streetworker steht mit Einzelberatungen und auch offenen Sprechstunden zur Verfügung.
Die Angebote des Projekts haben, wie bereits in der Rahmenkonzeption beschrieben, eine deutliche Team- und Sportorientierung. Hierbei wird der Sport als „Methode“ begriffen.
Bei der Umsetzung aller Angebote ist es Querschnittsaufgabe, eine höchstmögliche Partizipation der Kinder und Jugendlichen bei der Organisation bzw. der Durchführung der Aktivitäten zu erreichen.






